„Oh nein, schon wieder neue Auflagen für die Unternehmensführung!“ In vielen Unternehmen werden ESG-Themen als lästige Pflicht gesehen und oft alibimäßig abgehandelt. Es liegt aber auf der Hand, dass Kund*innen und andere Stakeholder die dahinter liegenden Werte immer mehr einfordern.

Nicht nur deshalb ist eine Abkehr vom Alibi wichtig. Vielmehr empfiehlt sich, ESG als Chance zu betrachten und die Vorgaben möglichst effizient und ressourcenschonend abzuwickeln. Nachdem das ESG-Reporting stufenweise für eine wachsende Anzahl an Unternehmen verpflichtend wird, haben wir sieben Tipps für den Umgang mit diesem komplexen Themenfeld zusammengetragen.Was genau bedeutet ESG?

Das “E” steht für “Environment”, also Umwelt. Unternehmen werden immer mehr mit ihrem Umgang mit den Ressourcen der Natur konfrontiert. Dabei stehen nicht nur Treibhausgasemissionen oder Verschmutzungen im Fokus, auch der Wasserverbrauch wird als Aspekt immer zentraler. Für Top-Manager*innen gilt hier, klar Stellung zu beziehen und am besten so transparent zu sein, dass alle Stakeholder mit im Boot sind. Relevante Themen sind hier beispielsweise:

  • Umweltmanagement
  • Energiemanagement
  • Anteil erneuerbarer Energieträger
  • Gebäudemanagement
  • uvm.

Der zweite Buchstabe, “Social”, bezieht sich auf die Vielfalt an sozialen Themen, denen Organisationen aller Art heute gegenüberstehen. Unternehmen, Führungskräfte und finanziell involvierte Stakeholder benennen hier den Begriff des kostbaren Humankapitals. Soziale Thematiken sind global, national, regional sowie lokal zu denken. Vorstände wägen hier die geographische Einordnung mit den Geldern ab, die dafür zur Verfügung stehen. Spannenderweise erwarten Stakeholder im Rahmen der sozialen Ehrlichkeit auch Maßnahmen gegen beispielsweise Korruption. Zentrale Themen in diesem Bereich sind:

  • Menschenrechte
  • Chancengleichheit
  • Verhalten von Lieferant*innen
  • uvm.

Mit dem dritten Teil, der “Governance”, ist unter anderem der Führungsstil in einem Unternehmen gemeint. Dabei spielt der interne und externe Informationsfluss eine große Rolle. Beides wirkt sich auf Mitarbeiter*innen, Medien sowie die davon beeinflusste Öffentlichkeit aus. Verbunden damit sind die unternehmenseigenen Richtlinien in Sachen Ethik und Moral. Maßnahmen in diesem Rahmen sind die Zusammensetzung des Aufsichtsrates, die aktive Verhinderung von Bestechung, Betrug oder auch von Korruption. Themen in diesem Kontext sind:

  • Vielfalt im Aufsichtsrat
  • Vergütungsgleichheit
  • Compliance
  • uvm.

ESG-Themen berühren also zahlreiche Themenfelder. Unabhängig von der jeweiligen Thematik, können ein paar einfache Tipps helfen, sinnvoll und zum Vorteil des eigenen Unternehmens damit umzugehen:

Tipp Nr. 1: Setzen Sie auf Vielfalt
Sind Gremien von Verschiedenheit geprägt, profitieren Firmen von neuen Ideen und Out-of-the-Box-Denkansätzen.

Tipp Nr. 2: Mit abgestimmten Strategien ans Ziel
Vorstandsmitglieder stehen sprichwörtlich auf dem Feldherr*innenhügel. Damit ist eine ganzheitliche Perspektive einfacher einzunehmen. Führungskraft können damit gut begründet eine Strategie mit Bezug auf die ESG-Themen formulieren, die die Unternehmensziele unterstützt.

Tipp Nr. 3: Mit Fachwissen überzeugen
ESG-Themen sind komplex. Noch komplexer ist der Einbau in die täglichen Abläufe im Vorstand und im gesamten Unternehmen. Halten sich Führungskräfte über die ESG-Themen auf dem Laufenden, ist die Einbindung der ESG-Themen ein ebenso kontinuierlicher wie einfacher Prozess.

Tipp Nr. 4: Klare Informationsstrategie determinieren
Die jeweiligen Rahmenbedingungen sind für die Kommunikationsstrategie auch bei ESG-Themen höchst relevant. Wissen die Mitglieder eines Führungsgremiums um alle Details, Fakten und Botschaften Bescheid, gilt es, die interne und externe Kommunikation entsprechend danach auszurichten. Die strategische Offenlegung oder die Geheimhaltung von Informationen sollte klar innerhalb des zuständigen Zirkels determiniert werden.
Interne Kommunikation ist hier ein entscheidendes Stichwort. Gut vorbereitete und durchgeführte Meetings und die nachträgliche Information der richtigen Personen sind dabei das A und O. Mit unserer Software sind Sie in diesem komplexen und Themenfeld bestens aufgestellt.

Tipp Nr. 5: Publizieren Sie nur gesicherte Informationen
Wenn Sie im Rahmen der ESG-Themen an die Öffentlichkeit gehen, achten Sie dabei immer darauf, dass die Informationen in sich geschlossen, zuverlässig in der Fakten- und Datenlage sowie solide in der Recherche sind. Eine Lösung wäre hier, Expert*innen zur Rechercheüberprüfung einzusetzen.

Tipp Nr. 6: ESG-Strategie kontinuierlich weiterentwickeln
Neue Aspekte kommen, alte gehen. Die ESG-Themen sind im Fluss. Das bedeutet, Führungskräfte sollten die aktuellen Themen ebenso immer wieder neu bewerten und die dazugehörige Strategie kontinuierlich anpassen.

Tipp Nr. 7: ESG als PR-Werkzeug
ESG-Themen sind für einige Stakeholder noch Neuland. Nichtsdestotrotz interessiere sich immer mehr Menschen – auch potenzielle Kund*innen – für dieses Thema. Nutzen Sie dieses Potenzial im Sinne von “Tue Gutes und sprich darüber”.

Fazit
Mit einem sicheren und bewussten Umgang mit ESG-Themen und der richtigen Einstellung schöpfen Organisationen das Potenzial, das in diesem großen Themenfeld steckt aus. Unsere Software für Leadership-Impact-Management (LIM) kann dabei helfen, die Meetings, bei denen ESG-Themen besprochen werden effizienter zu machen und die Entscheidungsfindung zu optimieren. In unserer Lösung lassen sich außerdem die relevanten Informationen transparent und revisionssicher dokumentieren – alles an einem digitalen Ort. Nach der Entscheidung können Führungskräfte die gesetzten Maßnahmen automatisch nachverfolgen, um deren Impact zu erhöhen und die richtigen Personen über getroffene Entscheidungen und Aktivitäten informieren.

1  https://e-fundresearch.com/markets/artikel/33762-esg-engagement-ist-definitionsgemaess-integrativ – 18.07.2022
2 https://www.springerprofessional.de/nachhaltigkeit/strategieentwicklung/vielfalt-im-aufsichtsrat-sorgt-fuer-mehr-nachhaltigkeit/19067360 – 18.07.2022